Zwischen Nerds und Normalbürgern

Nerd [nɜːd] (engl. für Langweiler, Sonderling, Streber, Außenseiter) steht meist abwertend für besonders in Computer oder andere Bereiche aus Wissenschaft und Technik vertiefte Mitmenschen (Eigenbrötler). Manchmal wird auch ein überdurchschnittlicher Intelligenzquotient (IQ) als begleitende Eigenschaft genannt. [Zitat Wikipedia]

Da ich mich selber als „Nerd“ bezeichne, weiß ich nun nicht wirklich ob ich mich geehrt fühle oder nicht… Aber wann ist man denn ein Nerd? Nun, ich nutze Twitter, schreibe an einem Blog und höre Podcasts. Wann ist der Punkt, an dem solche Dienste nicht mehr nur etwas für Nerds sind?

Wenn man Menschen auf der Straße anspricht werden viele, obwohl sich die Zahl sicherlich schon verringert hat, Twitter, Podcasts und Blogs nicht kennen… traurig aber wahr. Wenn man allerdings nach Youtube, Wikipedia und Google fragt kann damit eigentlich jeder etwas anfangen.

podcast blog twitter wikipedia

Youtube habe ich hier mal entfernt, weil der Wert von Youtube alle anderen Begriffe als eine gerade Linie darstellt.

Google Trends ist vielleicht nicht unbedingt der Beweis in wie fern die Dienste und Webseiten wahrgenommen werden. Aber, wie der Name schon sagt, es werden Trends dargestellt. In der Tat ist das, was die Grafik wiederspiegelt, auch meine Wahrnehmung. Der Begriff „Blog“ ist mittlerweile weniger in den Medien (untere Grafik) als „Twitter“, wobei hier niemand von Microblogging spricht, was Twitter ja eigentlich ist. Sicherlich hat auch Obama Twitter zu mehr Popularität verholfen, aber an Obama war Anfang 2006 noch nicht zu denken als das „Suchvolumen“ zugenommen hat. Fairerweise müßte man Twitter also eigentlich auch einem anderen, populärem Blog gegenüber stellen, aber wie gesagt, hier gehts mir nur um die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit.

Da so langsam auch viele Menschen in meinem Umfeld wissen, was Twitter ist und mich auch konkret darauf ansprechen, ist das für mich ein Indiz dafür, dass Twitter noch viel viel mehr wachsen wird und irgendwann ebenso selbstverständlich wird wie Youtube.

Nach etlichen Gerüchten, hat Google jedenfalls auch Interesse an Twitter gezeigt. Suchmaschinenoptimierung, Kaufgerüchte und das Begehren Werbung in Twitter einfliessen zu lassen, sind hier die Indikatoren dafür, dass sich hier noch einiges tun wird. Auch die richtigen Programme können im Umgang mit Twitter zu mehr Popularität führen. So kam ich über @Klauseck, dem PR-Blogger, auf eine Übersicht von Twitter-Tools, bei dem mir Hootsuite aufgefallen ist, welches für mich einen besseren Twitterclient darstellt als Twitter.com selber. Ob sich das wiederum mit der Discovery-Engine, welche Twitter angekündigt hat, ändern wird bleibt abzuwarten. Ebenfalls Gravity, einem nativen Twitterclient, für Symbian-Handys (Nokia, Samsung etc.) ist es zu verdanken, dass ich nun mobil mehr Freude mit Twitter habe als vorher.

Letztes ist vielleicht auch der Schlüssel für eine Massentauglichkeit von Twitter. Vielleicht nicht Gravity im speziellen, aber gute einfache Twitterclients mit denen twittern einfacher ist als eine SMS zu schreiben und somit nicht unbedingt nur etwas für Langeweiler und Außenseiter bleibt 😉

Wer bis hierhin durchgehalten hat wird belohnt mit einem Video, welches Twitter erklärt und bei mir gestern zu einem Mangel an Tränenflüssigkeit und einer Überbelastung im Zwerchfell geführt hat.

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