Die Entdeckung der Unendlichkeit

Der Zeitraum ist eigentlich Nebensache. Deswegen sage ich einfach mal: „Irgendwann in den 90ern“… empfahl mir ein Freund ein Buch. Ich las mittendrin zwei Seiten und wusste, dazu bin ich zu blöd. Ich verstand nichts von dem, was ich hier lesen wollte und auch nicht warum ich es sollte. Merkwürdiger Weise faszinierten mich schon immer Zeitreisen. Dr. Emmett Brown, Marty McFly und Dr. Who könnten ein möglicher Grund sein, warum ich weiter gelesen habe. Ich wollte dieses Buch und kaufte es, noch so richtig altmodisch, auf totem Baum. Ja liebe Heranwachsenden, Bücher aus Papier waren total hipp in den 90ern.

Ich las und las, unglaublich langsam, aber mehr und mehr. Es ging um Raum und Zeit. Um ein Konzept, dass die Abhängigkeit von beiden darstellte. Wenn Raum und Zeit in Abhängigkeit zu einander stehen, was passiert denn, wenn die Raumzeit manipuliert werden könnte? An dieser Stelle stellte man sich die Raumzeit wie eine große Fläche vor, die durch eine große Kugel, nennen wir sie „Planet“, gebogen werden könnte. Wirft man nun kleine Kugeln auf die Weltraum-Fläche werden diese durch die Krümmung zur großen Kugel gezogen.

Das ist ein Theorie für Gravitation.

Den Quatsch erzähle ich euch natürlich mit einem besonderen, fast hinterhältigen Hintergrund. das besagte Buch heißt „Eine kurze Geschichte der Zeit“ und ist von Stephen Hawking, dem man nach einer Erkrankung einmal prognostiziert hatte, er würde nur noch zwei Jahre leben. Soviel vorab – Er lebt immer noch. Der Film, dessen Trailer ich euch zum Konsum anbiete, zeigt die bewegende Story hinter Stephen Hawking.

Die Aussage vom Ende des Films möchte ich ebenfalls vorwegnehmen: Jeder kann etwas erreichen. Egal, welcher Herkunft, welches Standes und auch mit körperlichen Einschränkungen. Also – Macht was daraus!

Die Reise durch das Universum

Eine nette Reise durch das Universum, kommt vom American Museum of Natural History. Die Musik „We Plants are Happy Plants“ ist ein Remix des Titels „Time“ aus dem Inception-Soundtrack von Hans Zimmer.

Das Video zeigt keine Fiktion, sondern bereitet die Daten auf, die uns über das Universum bekannt sind. Jeder sichtbare Stern existiert auch in Realität.

Stephen Hawking

Was keiner meiner Lehrer während meiner Schulzeit geschafft habt, schaffte er mit nur wenigen Seiten. Stephen Hawking ist einer der klügsten Köpfe unserer Zeit. Er begeisterte mich für Physik. In einer Dokumentation die ich vor Jahren geguckt habe, wurde auf das Buch „Eine kurze Geschichte der Zeit“ [kein Afflink], verwiesen. Ich war schon immer ein Science-Fiction-Fan und so interessierte mich damals, ob Zeitreisen möglich sein könnten oder nicht.

Nähere Bekannte und Verwandte waren stets der Meinung, Zeitreisen könne es nicht geben. Ich wollte es aber genauer wissen und erinnerte mich wieder an das bereits erwähnte Buch von Stephen Hawking, der interessanter Weise ALS hat und einen Sprachcomputer via Wangenmuskel steuert. [Auszug aus der Wikipedia: Inzwischen ist seine Hand zu schwach dafür. Deshalb hat er nun einen Infrarotsensor an seiner Brille, der durch ein Kabel mit dem Sprachcomputer verbunden ist. Der Sensor sendet einen Infrarotstrahl aus, der unterschiedlich reflektiert wird, je nachdem, ob Hawking seinen rechten Wangenmuskel anspannt. Dadurch wird der Schalter ausgelöst und eine Auswahl auf dem Bildschirm bestätigt.]

Ich kaufte das Buch, dass damals auch bereits 9,95 € gekostet hatte, und fing an zu lesen. Beeindruckend für mich war die Vorstellung, dass es Zeit, so wie ich sie mir vorstellte, garnicht gab, sondern stehts vom Raum abhängig war. Bei der „Raumzeit“ verhält sich z.B. Gravitation wie ein Tuch, welches sich durch das „Gewicht“ (als Symbolik für die Masse des Planeten) der Erdkugel wölbt.

CC: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Spacetime_curvature.png

Wir Menschen rutschen also durch das Gewicht der Kugel an dessen Rand herunter. Dieser „Rutschvorgang“ ist Gravitation. Wenn ihr nun wissen wollt, was das alles mit Zeitreisen zu tun hat empfehle ich dringend das Buch zu lesen. Es ist sehr einfach geschrieben und so richtig haarig wird es erst in den letzten Kapiteln.

Physik hält jedenfalls mehr für uns bereit als die Experimente mit Strom aus meiner Kindheit. Natürlich ist dieses Wissen wichtig, aber erst die Dinge, die ich mir später selbst angeeignet habe haben mich begeistert.